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MT vom 20.07.09

Stilmix brachte Fans in Stimmung

Entschädigung für ausgefallenes „Open Air“

Cloppenburg (hb) – Nach dem 18. Mal hieß es in diesem Jahr „Aus“ für das „Stapelfelder Open Air“. Die Fans des beliebten „Umsonst&Draußen“-Festivals bei Cloppenburg sind aber getröstet worden, denn Peter Blase, Musiker und Inhaber der Cloppenburger Musikkneipe „Bebop“, war es kurzfristig gelungen, in seinen Räumen ein Alternativfestival unter dem Motto „Umsonst&Drinnen“ auf die Beine zu stellen. Herausgekommen ist am Samstagabend ein Konzert mit fünf Bands, das mit seinem „wilden“ musikalischen Stilmix auf Begeisterung traf. Das „Bebop“ war so voll, das zum Tanzen kein Platz blieb.

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Peter Blase war sichtlich gut gelaunt. Nicht nur über den großen Zuspruch des alternativen Minifestivals, sondern auch über den überaus gelungenen Einstand der neu formierten Band
„Peter und der Rolf“ (eine Wortschöpfung in Anlehnung an Sergej Prokofjews „Peter und der Wolf“), die einen mitreißenden Rock hinlegte. Die „alten Hasen“ Peter Blase, Bass, Rolf Brendel (Schlagzeug), Ludger Stammermann (Gitarre), Jens Haase (Gitarre) und Olaf Vocks (Gesang und Gitarre) hatten sich auf Anhieb verstanden und innerhalb von nur drei Monaten ein Repertoire aus sieben eigenen Kompositionen zusammen gestellt, die im „Bebop“ den Nerv des Publikums trafen.

„Die Chemie zwischen uns stimmt einfach,“ freut sich Peter Blase, der den in Cloppenburg liierten Profischlagzeuger Rolf Brendel (Gründer, Musiker und Koproduzent der „Nena“-Band) in die neue Formation holte. Mit von der Partie sind auch die genannten ehemaligen Gitarristen der „Slutmachine“. „Peter und der Rolf“ brachten die Zuhörer mit ihren enormer Spielfreude und Virtuosität in prächtige Stimmung. Die Promiband spielte einen wilden Mix vom New Wave bis zum Grundge, der genügend Raum für ausgefeilte Improvisationen ließ.

Den Auftakt des Minifestivals im „Bepop“ machte das Cloppenburger Duo „Butterhorst“, das als „Söhne Helge Schneiders“ seinen Schabernack mit dem Publikum trieb.

Hart ins Gericht gingen die Bands „Aberration“ und „Asthmateufel“, die auch aus Cloppenburg kommen. Seit acht Jahren stampft „Aberration“ seinen „Death`n`Roll“ auf die Bühne, der sich mit schnellem, schmutzigen Rock paart. Als „schwerste Funpunk-Band der Welt“ gefallen sich die „Asthmateufel“. Im „Bebop“ beeindruckte die Punkband um Sigi III auch mit ihren gradlinigen deutschen Texten.

Wesentlich weicher zeigte sich „Da liegt Gold“. In der Hamburger Indie-Pop-Band singt die aus Halen stammende Gerti Vaske, mit der Olaf Vocks nach seinem Ausstieg aus „Slutmachine“ auftrat. Das erste Cloppenburger Gastspiel der Hamburger fand großen Anklang und schloss ein rundum gelungenes Alternativfestival zum Stapelfelder Open Air ab.

© Münsterländische Tageszeitung, Ausgabe vom Montag, 20.07.09

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